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Coding Da Vinci SaarLorLux 2020

Coding Da Vinci SaarLorLux 2020

»Coding Da Vinci« kommt in die Großregion! Aber was genau verbirgt sich eigentlich hinter diesem prominenten wie kryptischen Namen und wie kann die Großregion davon profitieren? Wir erklären es euch!

»Coding Da Vinci« ist Deutschlands erster Hackathon nur für Kulturdaten. Gemeinschaftlich getragen wird das Projekt von der »Deutschen Digitalen Bibliothek«, dem »Forschungs- und Kompetenzzentrum Digitalisierung (digiS)«, der »Open Knowledge Foundation Deutschland« und »Wikimedia Deutschland e.V.« Es vernetzt seit 2014 kollaborativ Kulturinstitutionen wie beispielsweise Museen und Archive mit technikaffinen und kulturbegeisterten Communities. Diese arbeiten dann mit von den Kulturinstitutionen zur Verfügung gestellten Kulturdaten, um deren Zugänglichkeit und die kreative Teilhabe daran zu vergrößern.

Geschichte und Kunst gänzlich neu erlebbar machen

Die Bandbreite der zugänglich gemachten Daten ist beträchtlich: sie umfasst Audio-, Video- und Bilddaten oder 3D-Scans mit ihren dazugehörigen Metadaten. Diese wiederum reichen von digitalisierten historischen Bibeln über Industrieklänge bis hin zu Digitalisaten berühmter Kunstwerke. Aus diesen mehrwöchigen Hackathons entstehen so Apps, Websites oder Augmented Reality-Anwendungen, die Geschichte und Kunst gänzlich neu erlebbar machen. 2017 entstand beispielsweise die App »Berliner MauAr«, mit der der Verlauf der Berliner Mauer mittels historischer Fotos, die in die App standortbezogen eingeblendet werden, plastisch nachvollziehbar wird. Ein zweitägiges Kick-Off leitet die heiße Phase des Hackathons, der in der Regel 6 bis 10 Wochen dauert, ein. Nach den einleitenden Workshops für die datengebenden Kulturinstitutionen haben diese hier die Zeit, den Teilnehmenden ihre Daten zu präsentieren.  Außerdem entwickelt man gemeinsam Ideen und bildet Teams. Im darauffolgenden sogenannten »Sprint« generieren dann die Teams funktionierende Prototypen ihrer Anwendungen. Diese werden anschließend im Rahmen einer Abschlussveranstaltung der interessierten Öffentlichkeit präsentiert und prämiert.

Neue Digitalisierungs-Synergien

Die Vorteile für die teilnehmenden Kulturinstitutionen liegen auf der Hand, so die Projektkoordinatoren von »Coding Da Vinci Westfalen-Ruhrgebiet«: »Die Kulturinstitutionen bieten die Möglichkeit zur öffentlichen Partizipation, bieten Raum für neue kreative Ideen und Projekte mit Kulturdaten und gehen somit aktiv auf ihr Publikum zu. Die beteiligten Häuser profitieren von der Offenlegung ihrer Daten insofern, als dass sie für ihre künftige Arbeit mit (digitalen) Kulturgütern neue Impulse setzen und erhalten«. Außerdem erhöhen sie somit ihre Erfahrungen beim Handling ihrer digitalen Daten und erzielen durch die Kooperationen neue Digitalisierungs–Synergien. Nun findet »Coding Da Vinci« erstmalig in der Großregion statt – selbstverständlich grenzüberschreitend! Dazu setzt sich auch das Veranstalterteam aus den drei Teilnehmerländern zusammen: Es besteht aus dem »K8 Institut für strategische Ästhetik gGmbH«, der »HBK Saar«, dem »Opensaar e.V.« sowie der »Stiftung Saarländischer Kulturbesitz«, dem BLIIIDA aus Metz in Frankreich sowie letztlich dem »Centre national de l’Audiovisuel« (Dudelange, Luxemburg).

Der erste trinationale Kultur–Hackathon

Den Startpunkt dieses ersten trinationalen »Coding Da Vinci«-Hackathons setzen drei Workshops, jeweils einer in Deutschland, Frankreich und Luxemburg. Den Auftakt macht Saarbrücken, dort findet der Workshop für die datengebenden Institutionen in der Modernen Galerie am 12. Februar 2020 statt. Danach startet er am 13. Februar 2020 im BLIIIDA in Metz und findet zum dritten und letzten mal am 28. Februar 2020 im CNA im luxemburgischen Dudelange statt. Durchgeführt werden diese Onboarding-Workshops vom saarländischen »K8 Institut für strategische Ästhetik«. Anmelden könnt ihr euch unter dieser E-Mail-Adresse: cdv@k8.design. Das zweitägige Kick-Off-Event für die teilnehmenden Communities im Technoport Belval in Esch-sur-Alzette (Lux) startet am 16. Mai, dort bilden sich Teams aus Hacker*innen und Vertreter*innen von Kulturinstitutionen, die gemeinsam Ideen entwickeln und entscheiden, welche der bereitgestellten Datensätze sie integrieren wollen. Die siebenwöchige Sprintphase dient anschließend der Verfeinerung und Vertiefung der Ideen, ein Quereinstieg ist in dieser Phase immer noch möglich. Die öffentliche Präsentation sowie die Preisverleihung an die von einer Jury ausgewählten Gewinnerteams findet dann als krönender Abschluss am 4. Juli 2020 in der Modernen Galerie in Saarbrücken statt. Alle weiteren Informationen zu »Coding Da Vinci« findest du hier.

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