Vintage-Plakat mit schwarzweißem Archivfoto von Julian Blomann, Geschäftsführer Erlebnisraum Agentur, mit Brille, Hemd und Krawatte, der in ein Mikrofon spricht. Oben links das Logo 'KDK' und vertikal 'KREATIVE KÖPFE DOCK 11'. Unten groß in orangefarbenen Buchstaben 'AGENTUR ERLEBNIS RAUM' mit der vertikalen Schrift 'AGENTUR' links daneben. Das Foto hat einen körnigen, nostalgischen Effekt mit blauem Farbton und wirkt wie aus den 1950er oder 1960er Jahren. Das Design verbindet Retro-Ästhetik mit moderner Event-Kommunikation.

TL;DR

Vom Fantasy-Hobby zur erfolgreichen Eventagentur mit hunderten Veranstaltungen im Jahr: Geschäftsführer Julian Blomann gibt spannende Einblicke in die Entstehung der Agentur Erlebnisraum, ihre kreative Arbeitsweise und die Herausforderungen der Branche – und verrät, warum heute mehr Spektakel gefragt ist als je zuvor.

Dock 11: Lieber Julian, danke, dass du dir die Zeit für unsere Fragen nimmst! Zu Beginn möchten wir dich fragen, wie die Idee zur Gründung der Agentur Erlebnisraum entstanden ist – gab es einen konkreten Moment, in dem dir klar wurde, dass jetzt der richtige Zeitpunkt für den Schritt in die Selbstständigkeit in der Eventbranche ist? 

Julian: Wir sind da so reingeschlichen. Michael und ich haben unsere Karriere als Veranstalter von Fantasy-Events begonnen. Irgendwann wurde das so groß, dass wir dachten, dass es doch deutlich mehr ist als ein Hobby und gründeten die Agentur.

Dock 11: Die Agentur Erlebnisraum organisiert heute rund 700 Veranstaltungen im Jahr  – von kleinen Firmenevents bis hin zu Großveranstaltungen mit 1.500 Personen. Was zeichnet eure Arbeitsweise und euer Angebot aus – und wodurch unterscheidet ihr euch von klassischen Eventagenturen?

Porträtfoto von Julian Blomann, Geschäftsführer Agentur Erlebnisraum, mit dunklen zurückgekämmten Haaren, Spitzbart und schwarzer Brille in elegantem Outfit. Er trägt ein weißes Hemd mit dunkler Weste und blauer Krawatte und lächelt leicht in die Kamera. Der Hintergrund zeigt eine warme, gedämpfte Beleuchtung mit einer holzgetäfelten Wand in Brauntönen.
Foto: Jean M. Laffitau

Julian: Wir produzieren, was möglich ist, selbst und buchen so wenig wie möglich dazu. Ich glaube, das ist der größte Unterschied. Dadurch sind wir sehr flexibel und können sehr kreativ sein.

Dock 11: Euer Portfolio reicht von Firmenevents über Outdoor-Erlebnisse bis hin zu Formaten wie dem „Criminal Dinner“. Wie entwickelt ihr neue Eventkonzepte – vom ersten kreativen Impuls bis zur fertigen Inszenierung, und welche Rolle spielen dabei Strategie, Dramaturgie und Storytelling?

Julian: Diese Frage lässt sich nicht ganz eindeutig beantworten, weil jedes Event und jede Anforderung eines Kunden anders ist. Aber wir arbeiten viel im Team und versuchen im kreativen Prozess möglichst viele Impulse des Teams oder auch des Kunden aufzunehmen und daraus dann erst einen roten Faden und im Prozess am Ende ein Konzept zu entwickeln. Dramaturgie und Storytelling haben wir als Theaterleute quasi im Blut. Ohne Story können wir gar nicht so wirklich.

Das besonders Schöne am Wirtschaftsstandort Saarland ist, dass die Wege kurz sind.

Dock 11: Wer bucht euch typischerweise – und wie gelingt es euch, sehr unterschiedliche Anforderungen, Gruppengrößen und Branchen individuell zu bedienen?

Julian: Wir arbeiten sowohl für sehr kleine als auch für sehr große Kunden. Den “typischen” Kunden gibt es bei uns nicht. Eher das typische Event und das sind oft Feste und/ oder Teambuilding-Events, gerne auch in Kombination. Dabei ist jede Veranstaltung und jeder Kunde anders, aber nach einem Vierteljahrhundert in der Branche ist man mit allen Wassern gewaschen und jeder Anforderung gewachsen.

Dock 11: Welche Rolle spielen regionale Netzwerke für eure Arbeit – etwa freischaffende Kreative, Kooperationen oder besondere Locations – und welche Bedeutung hat das auch für den Wirtschaftsstandort Saarland?

Julian: Wir haben ein riesiges Netzwerk und nutzen das sehr aktiv. In unserer Branche geht es gar nicht ohne und das besonders Schöne am Wirtschaftsstandort Saarland ist ja gerade, dass die Wege kurz sind und sich viele Dinge mit einem Anruf easy regeln lassen.

Wir fühlen gerade im B2C Bereich deutlich, dass die Menschen seltener vor die Tür gehen.

Dock 11: Zu guter Letzt verrate unsere:n Leser:innen doch noch, welche Herausforderungen und Learnings euch geprägt haben, und welche Trends, Themen oder Projekte aktuell im Fokus der Weiterentwicklung eurer Agentur stehen?

Julian: OK. Wow. Jetzt machst du aber ein Fass auf. Corona war natürlich die ultimative Herausforderung. Zwar war einem seit der 2008’er Bankenkrise schon bewusst, wie empfindlich die Branche auf Erschütterungen reagiert, aber von heute auf morgen alle Einnahmen zu verlieren, war schon ein prägendes Erlebnis für uns. Wir überlebten alle Krisen durch Diversifizierung und Flexibilität und das ist auch das Learning. Ich hoffe, es hilft uns auch durch die aktuelle Krise.
Was die Trends angeht fühlen wir gerade im B2C Bereich deutlich, dass die Menschen seltener vor die Tür gehen und es mehr Spektakel braucht, um Gäste zu gewinnen, für uns bedeutet das, dass wir gerade daran arbeiten unsere Dinner-Show Sparte weiter auszubauen und mit neuen Formaten an den Markt heran zu treten.

Dock 11: Danke für deine Zeit und die spannenden Einblicke in eure einzigartige Agentur! Wir wünschen euch weiterhin viel Erfolg!


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