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Best Practice

Max Ophüls Festival 2021

Max Ophüls Festival 2021

Die 42. Ausgabe des Filmfestival Max Ophüls wird stattfinden – Online, vom 17. bis 24. Januar 2021. Damit nimmt das Team die Herausforderung an, ein Film-Festival mit all seinen besonderen Eigenschaften auf die Beine zu stellen.

Während das Filmfestival Max Ophüls 2020 gerade noch so in Saarbrücken stattfinden konnte, hat das Team nun das Jahr genutzt, eine pandemiegerechte Version eines Festivals zu planen. Den Leiter*innen Svenja Böttger und Oliver Baumgarten sei es besonders wichtig, zu zeigen, was auch während einer solchen Pandemie möglich ist. Die Zuschauer sollen auf ihre Kosten kommen und Filmschaffende sollen die Möglichkeit haben, ihrer Arbeit nachzugehen. Vor allem aber soll der deutsche junge Filmnachwuchs trotz allem in den Beruf starten können –  um ihn geht schließlich bei diesem Filmfestival. 

Echte Festivalbedingungen im digitalen Raum

Baumgarten betont, dass diese Ausgabe des Festivals kein Netflix sei, sondern in einem zeitlich begrenzten  und programmatischen Rahmen stattfindet. Dazu gehören auch limitierte Tickets für die Filme. Die Anzahl der verfügbaren Tickets orientiert sich grob an den verfügbaren Tickets, die bei regulärem Betrieb durch die Kapazitäten der Spielstätten vorgegeben sind. Diese Verknappung dient nicht nur dem Charakter der Veranstaltung selbst, sondern sichert den Filmen auch danach noch die Chance, beispielsweise auf anderen Festivals zu laufen. Denn das Max Ophüls Festival steht nicht nur am Anfang sondern eigentlich vor der Auswertungskette. Deshalb ist es ist ganz besonders wichtig, bei dieser Streamingversion dafür Sorge zu tragen, dass die weitere Vermarktung gefördert und nicht behindert wird. Daher sind auch Themen wie Geoblocking, Rechtesicherheit und Kopierschutz ganz besonders wichtig. Zu diesem Zweck setzt man auf eine Plattform, die mit Blockchain-Technologie arbeitet und von  der Firma Cine.Box GmbH entwickelt werden wird. Sie soll Daten dezentral speichern und damit Ausfallsicherheit gewähren. Außerdem sollen Raubkopien erheblich erschwert werden und ein hochwertiges Identitäts- und Registrierungsmanagement geboten werden.

Herausforderung Publikumspreis – Zuschauer können auf der Plattform voten

Dazu sollen neben der Eröffnung und Preisverleihung dort auch der „MOP-Festivalfunk“ präsentiert werden. Dieser startet mit der kompletten Plattform am 10. Januar und soll über das Filmprogramm und das Festival informieren. In Kooperation mit dem Saarländischen Rundfunk sind hier tiefergehende Gespräche und Inhalte geplant. Ein wichtiger Bestandteil des Festivals über die reine Filmpräsentation hinaus. So will das Festival Zuschauer*innen die Möglichkeit geben, sich dem Festival auf zwei Wegen zu nähern. Sie können ab dem 18. Januar, 10 Uhr für eine Woche einfach nur genau die Filme anschauen, für die Sie Tickets gelöst haben. Die Recherche dafür ist ab dem 23. Dezember auf der Homepage des Festivals möglich, dann wird das komplette Programm veröffentlicht. Oder das Publikum lässt sich durch den MOP-Festivalfunk inspirieren und begleiten. 

Austausch und Gespräche über die Filme im »Festivalfunk« des Max Ophüls Festival

Zu den vielen Dingen, die bei der Übersetzung eines Festivals in den digitalen Raum bedacht werden müssen, gehört auch die Möglichkeit, für den Publikumspreis zu voten. Auch das wird für die Zuschauer in der Plattform selbst möglich sein; allerdings erst, wenn der Film zu 51 % geschaut wurde und ganz sicher soll auch jede*r nur einmal voten können. Außerdem darf das Geoblocking für Fachbesucher, die nicht anreisen werden aber oft aus der D-A-CH Region stammen, nicht greifen. So können diese auch am Branchenprogramm teilnehmen, das traditionelle Bestandteile bieten, aber auch mit Neuem überraschen will. So bleibt vieles erhalten, und doch musste das komplette Festival neu überdacht, geplant und budgetiert werden. Was an Kinomieten, Reisekosten und Mitarbeitern für den physischen Betrieb eingespart werden konnte, muss zu großen teilen in die Plattformentwicklung und Mitarbeiter mit ganz anderen Aufgaben ausgegeben werden. So kann das Festival nur ein Viertel des Budgets der Vorjahre einsparen. 

Innovationsförderung im und für das Saarland

Für diese „Erprobung neuartiger Blockchain-Technologien im Bereich der internetbasierten Mediendistribution“ erhält das Filmfestival Max Ophüls Preis eine Projektförderung vom saarländischen Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr in Höhe von 56.000 €. Damit das Projekt zur Blaupause für cybersicheres Online-Streaming werden kann und der IT-Standort im Saarland gestärkt wird, begleitet das August-Wilhelm Scheer Institut das gesamte Projekt und soll die Ergebnisse dem Kompetenzzentrum Mittelstand 4.0 – Kompetenzzentrum Saarbrücken zur Verfügung stellen.

 

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