Die Flagge der Europäischen Union weht vor einem prächtigen historischen Gebäude mit beiger Sandsteinfassade und aufwendigen klassizistischen Verzierungen. Die blaue Flagge zeigt den charakteristischen Kreis aus zwölf goldenen Sternen. Im Hintergrund kunstvoll gearbeitete Säulen, Kapitelle und Ornamente, die von warmem Licht angestrahlt werden. Die Szene vermittelt europäische Institutionen und historische Architektur.

TL;DR

SIT-PLU vergibt 2027er Residenzen in den Niederlanden, Italien und Spanien. Künstler:innen erhalten 13.500 € Honorar plus Produktionsbudget für kontextspezifische Interventionen. Bewerbungsschluss Phase 1: 31. Mai 2026, 23:59 Uhr.

»Situated Creative Practices for the Pluriverse« (SIT-PLU) ist ein Creative-Europe-Kooperationsprojekt. Es verbindet künstlerische Praxis mit sozial-ökologischen Fragestellungen. Ausgangspunkt ist das Konzept des Pluriversums – »eine Welt, in der viele Welten Platz haben«.

Im Rahmen des Residenzprogramms »SIT-RES« arbeiten ausgewählte Künstler:innen und Kreativschaffende ein Jahr lang intensiv mit einem spezifischen geografischen, sozialen oder historischen Kontext. Ziel ist die Entwicklung neuer Formen künstlerischer Intervention und kultureller Vermittlung.

Für 2027 stehen vier Residenzorte zur Auswahl:

  • Baltan Laboratories (NL): Arbeit mit Wondermash, einer Institution für zukünftige Ökologien im Mündungsdelta der Maas
  • Lungomare (IT): Auseinandersetzung mit den Flusslandschaften in Bozen
  • Idensitat (ES): Erkundung von »Opferzonen« in Stadtvierteln nahe der Mündung des Flusses Besòs
  • ZEMOS98 (ES): Arbeit mit lokalen, nachhaltigen Modellen der Energiewende in Galicien

Wer kann sich bewerben?

Ihr könnt euch bewerben, wenn ihr als Künstler:in oder Kreativschaffende:r arbeitet und Interesse an kontextspezifischen Interventionen habt.

SIT-PLU sucht Ansätze, die einen erkennbaren Abdruck im Territorium hinterlassen – ob als physische Intervention im öffentlichen Raum, als Zeugnis entstandener Beziehungen oder als Auslöser langfristiger Prozesse. Besonderes Interesse gilt Methoden, die neue Zielgruppen einbeziehen und Diversität fördern.

Wie läuft das Bewerbungsverfahren ab?

Das Verfahren gliedert sich in zwei Phasen.

In Phase 1 reicht ihr über dieses Formular folgende Unterlagen ein: Motivationsschreiben, Lebenslauf, Portfolio mit maximal fünf Projekten sowie einen ersten Projektentwurf für einen der vier Residenzorte. Bewerbungsschluss Phase 1: 31. Mai 2026, 23:59 Uhr. Ergebnisse erhaltet ihr bis Mitte Juli.

In Phase 2 entwickeln je drei Finalist:innen pro Residenz einen detaillierten Vorschlag in Dialog mit der gastgebenden Institution. Deadline Phase 2: 14. August 2026, 23:59 Uhr. Ergebnisse folgen bis Ende September.

Welche Benefits erwarten euch?

Die Residenzen starten im Januar 2027. Ihr erhaltet ein Künstler:innenhonorar von 13.500 € zuzüglich eines Produktionsbudgets. Reisekosten sind separat geregelt.

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