Grafisches Konferenzplakat in Gelb und Lila mit großer weißer Überschrift „Kultur- und Kreativwirtschaft als demokratische Infrastruktur“ und dem Datum „12. & 13. März 26“. Im Hintergrund ist eine pinke Linienzeichnung einer erhobenen Hand zu sehen. Unten stehen die Logos von Dock11 und Netzwerk Freie Szene Saar sowie ein Hinweis auf Strategien gegen rechtsextreme Vereinnahmung und Diskursverschiebung.

TL;DR

Darstellende Künste als Perspektive auf institutionelle und künstlerische Strategien im Umgang mit rechter Einflussnahme.

Wann
13.03.2026 | 14:15 Uhr

Wo
Dock 11
Neumarkt 15
66117 Saarbrücken


Anmeldung am Seitenende

Keynote: FÜR eine Kultur(Politik) des Vertrauens – Die Kunst und die ewige Relevanzfrage

Anica Happich berichtet aus ihrer Praxis in Thüringen, wie Kulturarbeit in politisch und sozial angespannten Kontexten Vertrauen aufbauen kann. Am Beispiel eines Festivals im Erfurter Rieth zeigt sie, wie Institutionen neue Relevanz gewinnen, wenn sie lokale Bedürfnisse ernst nehmen und öffentliche Räume aktiv gestalten.
Im Zentrum steht ihr Ansatz einer „Kulturpolitik für Vertrauen“: agieren statt nur reagieren, hinwenden statt abgrenzen und Kooperation als demokratische Praxis verstehen.

Anica Happich, gebürtige Magdeburgerin, ist Kulturarbeiterin, die an öffentlich geförderten Theatern, in der freien Szene und in der Filmbranche tätig ist. 2021 initiiert sie das PHOENIX Theaterfestival. Dort fördert sie Nachwuchskünstler:innen, betreibt aktiv Publikumsforschung und bespielt mit mobilen Bühnen und anderen künstlerischen Formaten die ganze Stadt. Für das Festival entwickelt sie die radikalen K’s – radikale Kooperation, Ko-Kreation und Kollaboration. Mit dieser Maxime wirbt sie für interdisziplinäre Ansätze und Ressourcensharing. 2024 erhielt sie mit dem Team der Plattenstufen-Festspiele den Zukunftspreis KULTUR GESTALTEN der Kulturpolitischen Gesellschaft e.V.

Panel: Demokratische Denkräume offen halten? Welche Rolle haben die Freien Darstellenden Künste?

Im Anschluss an den Vortrag von Anica Happich diskutiert das Panel die Rolle der freien darstellenden Künste in gesellschaftlich angespannten Kontexten. Im Zentrum steht die Frage, wie künstlerische Praxis dazu beitragen kann, demokratische Räume offen zu halten, Vertrauen zu stärken und neue Formen der gesellschaftlichen Verständigung zu ermöglichen. Dabei werden Erfahrungen aus unterschiedlichen Kontexten zusammengeführt und Perspektiven für eine aktive, verantwortungsbewusste Kulturarbeit entwickelt.
Es diskutieren: Anica Happich, Erik Roskothen, Dr. Ulf Schmidt, Corinna Preisberg.


Anmeldung

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