Grafisches Konferenzplakat in Gelb und Lila mit großer weißer Überschrift „Kultur- und Kreativwirtschaft als demokratische Infrastruktur“ und dem Datum „12. & 13. März 26“. Im Hintergrund ist eine pinke Linienzeichnung einer erhobenen Hand zu sehen. Unten stehen die Logos von Dock11 und Netzwerk Freie Szene Saar sowie ein Hinweis auf Strategien gegen rechtsextreme Vereinnahmung und Diskursverschiebung.

TL;DR


Die Musikwirtschaft als Fallstudie für Plattformlogiken, Einflussstrategien und rechte Anschlussfähigkeit.

Wann
12.03.2026 | 15:00 – 19:30 Uhr

Wo
Dock 11
Neumarkt 15
66117 Saarbrücken


Anmeldung am Seitenende


Keynote: Der extrem rechte Musikmarkt

Strukturen, Akteur:innen, Strategien

Der Vortrag beleuchtet den extrem rechten Musikmarkt als eigenständiges kulturelles und ökonomisches Feld. Dabei geht es nicht nur um klassische Erscheinungsformen wie RechtsRock, sondern auch um neuere Entwicklungen und Anschlussfähigkeiten in unterschiedliche Genres und Szenen.

Im Fokus stehen die Strukturen, über die Inhalte produziert, verbreitet und ökonomisch verwertet werden, ebenso wie die zentralen Akteur:innen und ihre Strategien. Anhand konkreter Beispiele wird gezeigt, wie Musik gezielt eingesetzt wird, um Ideologien zu transportieren, Gemeinschaft zu stiften und Reichweite zu erzeugen.

Der Vortrag macht deutlich, welche Rolle Musik für rechtsextreme Mobilisierung spielt – und wie sich diese Dynamiken im Zusammenspiel von Szene, Markt und digitalen Plattformen weiterentwickeln.

Der Musikwissenschaftler Dr. Thorsten Hindrichs ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Abteilung Musikwissenschaft der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Er hat einen Forschungsschwerpunkt im Bereich RechtsRock und ist seit vielen Jahren in der politischen Bildungsarbeit gegen rechts aktiv.

Vortrag: Rechter Lifestyle und die neue Rechte

Eine case study im Bereich Musik

In seinem Vortrag „Rechter Lifestyle und die neue Rechte – eine Case Study im Bereich Musik“ zeigt Bastian Drumm, wie sich rechtsextreme Akteure heute zunehmend modern, bürgerlich und popkulturell anschlussfähig inszenieren. Statt offen neonazistischer Symbolik nutzen sie Codes, Zahlen, Gesten und Lifestyle-Elemente, die vor allem über soziale Medien verbreitet werden. Anhand von Beispielen aus der Musikwirtschaft erläutert Drumm, wie diese Strategien funktionieren, wie sie die Grenzen des Sagbaren verschieben und woran sich entsprechende Codes erkennen lassen.

Panel: Ökonomien rechter Musik zwischen Markt, Codes und Gegenstrategien

Das Panel vertieft die Rolle der Musikwirtschaft im Kontext rechter Einflussnahme. Im Fokus stehen Strukturen und Netzwerke, wirtschaftliche Dynamiken sowie die Verantwortung zentraler Akteur:innen der Branche. Im Zusammenspiel mit dem anschließenden Workshop werden Analyse und konkrete Handlungsmöglichkeiten miteinander verbunden.

Es diskutieren: Mino Riot, Dr. Thorsten Hindrichs, Lukas Adamidis, Bastian Drumm – moderiert von Luca Pauer.

Abgesagt: Workshop “Rechte Symbolik erkennen und handeln”

Der Workshop von Anna Groß muss leider krankheitsbedingt kurzfristig entfallen. Stattdessen findet ein Vortrag von Bastian Drumm zum Thema “rechte Symbolik und die neue Rechte – eine case study im Bereich Musik” statt.

Anmeldung

Bitte beachten Sie:
Der Einlass zur Veranstaltung ist nur gegen Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises möglich.