Grafisches Konferenzplakat in Gelb und Lila mit großer weißer Überschrift „Kultur- und Kreativwirtschaft als demokratische Infrastruktur“ und dem Datum „12. & 13. März 26“. Im Hintergrund ist eine pinke Linienzeichnung einer erhobenen Hand zu sehen. Unten stehen die Logos von Dock11 und Netzwerk Freie Szene Saar sowie ein Hinweis auf Strategien gegen rechtsextreme Vereinnahmung und Diskursverschiebung.

TL;DR

Praxisorientierte Workshops mit Expert:innen zur Vertiefung zentraler Themen der Fachtagung.

Wann
12.03.2026 | 18:00 Uhr
13.03.2026 | 14:15 Uhr

Wo
Dock 11
Neumarkt 15
66117 Saarbrücken


Anmeldung am Seitenende

Radikalisierungsprozesse hacken

Freitag, 13.03. um 14:15

Gemeinsam erforschen wir, wie Rechtsradikalisierungsprozesse funktionieren. Dafür lernen wir eine Recherchetechnik kennen, die uns die Möglichkeit gibt, Radikalisierungsprozesse nachzuvollziehen, steigen damit zusammen in rechtsextreme Echokammern und tauschen uns über unsere Erlebnisse dort aus.
Der Workshop macht sichtbar, wie sich radikale Inhalte über soziale Medien verbreiten, verstärken und emotional aufladen. Dabei wird deutlich, welche Rolle Plattformlogiken und digitale Öffentlichkeiten für Radikalisierungsdynamiken spielen – und welche Ansatzpunkte es gibt, diese zu erkennen und ihnen im eigenen Arbeitskontext bewusst entgegenzuwirken.

Bitte Smartphone mitbringen.

Caspar Weimann ist Honorarprofessor und Mentor für Schauspiel an der Akademie für Darstellende Kunst Baden-Württemberg. In seiner künstlerischen und vermittelnden Arbeit beschäftigt er sich mit digitalen Öffentlichkeiten, Radikalisierungsprozessen und antifaschistischen Strategien auf Social Media. Er initiiert transmediale Projekte, gibt Workshops und Vorträge zu De-Radikalisierung und rechter Online-Rekrutierung und arbeitet u. a. mit Institutionen wie dem HAU Hebbel am Ufer, dem Berliner Theatertreffen und dem tanzhaus nrw zusammen.

#####ABGESAGT#######
Rechte Symbolik erkennen und handeln

Der Workshop von Anna Groß muss leider krankheitsbedingt kurzfristig entfallen. Stattdessen findet ein Vortrag von Bastian Drumm zum Thema “Rechter Lifestyle und die neue Rechte – eine case study im Bereich Musik” statt.

Empfehlungen für die Musikbranche zum Umgang mit extrem rechter Ideologie
Donnerstag, 12.03. um 18:00

Workshop für Musik- und Kulturschaffende, Veranstalter:innen, Kurator:innen, Booking- und
Eventagenturen und alle anderen Menschen, die in der Musikbranche tätig sind. Gerade im Kontext von Vielfalt, künstlerischer Freiheit und gesellschaftlicher Wirkungsmacht der Musik ist es entscheidend, sich mit den Versuchen der extrem rechten Szene auseinanderzusetzen, diese Freiräume für ihre Zwecke zu instrumentalisieren.

Extrem rechte Akteur:innen nutzen gezielt Musik – ob im HipHop, Rock, Metal oder anderen Genres –, um menschenverachtende Inhalte zu verbreiten, ihre Ideologien zu normalisieren und Anschluss an jugendkulturelle Szenen zu finden. Symbolik, Codes und spezifische Begriffe werden dabei oft bewusst subtil eingesetzt, um ihre Botschaften unterhalb der öffentlichen Wahrnehmungsschwelle zu platzieren, Kulturveranstaltungen werden attackiert, kulturelle Förderungen in Frage gestellt. Wie lässt sich menschenverachtende Ideologie frühzeitig erkennen? Welche Anhaltspunkte liefern Texte, Bildsprache oder Zugehörigkeiten? Und vor allem – wie kann verantwortungsvoll reagiert werden – sei es im Umgang mit fragwürdigen Inhalten, bei Vertragsentscheidungen oder im Aufbau eines klaren, unternehmensinternen Haltungskonzepts? Was heißt das für die Vorbereitung und Durchführung einer Veranstaltung? Im Anschluss an den Vortrag von Dr. Thorsten Hindrichs und die Podiumsdiskussion zu „Strategien gegen Rechts in der Kultur- und Kreativwirtschaft“ bietet Anna Groß einen Workshop an, in dem es darum gehen wird, die Inhalte des Vortrages und der Diskussion auf die Arbeit der Teilnehmenden zu übertragen, in kollegialer Beratung und Austausch auf konkrete Fragen und Beispiele aus der Musik-/ Kulturarbeit einzugehen sowie praxisorientierte Wege und Strategien zu diskutieren.

Anna Groß ist Sprach- & Kulturwissenschaftlerin und seit 2002 in der politischen Bildung tätig. Sie betreibt zusammen mit Rainer Scheerer in Berlin das Musiklabel und den Verlag Springstoff GmbH, arbeitet als Projektmanagerin in Projekten, die u.a. Frauen darin begleiten, ein Start-up zu gründen und hat zusammen mit Marie Jäger den Sammelband „It’s more than just rap – HipHop in der Jugendarbeit“ herausgegeben, in dem auch ein ausführlicher Artikel zum Umgang mit NS-Rap zu finden ist.


Anmeldung

Bitte beachten Sie:
Der Einlass zur Veranstaltung ist nur gegen Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises möglich.