
Kultureinrichtungen und kreative Branchen stehen unter Druck: Rechtsextreme Narrative verschieben Diskurse, Plattformlogiken beeinflussen Debatten, symbolische Aneignungen höhlen demokratische Räume aus. Die Fachtagung analysiert diese Mechanismen und entwickelt in praxisorientierten Workshops konkrete Gegenstrategien.
TL;DR
Zweitägige Fachtagung zu Resilienzstrategien gegen rechtsextreme Einflussnahme in Kultur- und Kreativwirtschaft – mit Workshops und Vernetzung für Kulturakteur:innen, Verwaltung und Medienakteur:innen.
Wann
12.03.2026 ab 15 Uhr
13.03.2026 ab 14 Uhr
Wo
Dock 11
Neumarkt 15
66117 Saarbrücken
Anmeldung am Seitenende
Über die Fachtagung
Kultur- und Kreativwirtschaft als demokratische Infrastruktur
Strategien gegen rechtsextreme Vereinnahmung und Diskursverschiebung
12. & 13. März 2026 | Saarbrücken | Moderiert von Luca Pauer
Kultur- und Kreativwirtschaft sind zentrale Bestandteile demokratischer Gesellschaften: Sie schaffen Räume für künstlerische Freiheit, öffentliche Debatten und gesellschaftliche Verständigung. Gleichzeitig geraten kulturelle Institutionen, kreative Wirtschaftsbranchen und öffentliche Diskurse zunehmend unter Druck – durch politische Einflussversuche, strategische Kommunikation sowie die gezielte Verschiebung gesellschaftlicher Narrative.
Die Fachtagung »Kultur- und Kreativwirtschaft als demokratische Infrastruktur« setzt hier an und verfolgt einen bewusst praxisorientierten Ansatz. Sie gliedert sich in drei thematische Schwerpunkte: Musikwirtschaft, darstellende Künste sowie Kommunikation.
Die Felder Musikwirtschaft und darstellende Künste dienen dabei als exemplarische Fallstudien, an denen Mechanismen, Einflussstrategien und wirtschaftliche Dynamiken sichtbar werden, die auch in anderen Bereichen der Kultur- und Kreativwirtschaft wirksam sind. Der Themenblock darstellende Künste wird aus der Perspektive der freien Szene entwickelt und inhaltlich durch das Netzwerk Freie Szene Saar verantwortet.
Der Schwerpunkt Kommunikation bildet eine übergreifende Perspektive für alle Teilbereiche der Kultur- und Kreativwirtschaft. Im Mittelpunkt stehen Kommunikationsstrategien, die sich als wiederkehrende Grundlage rechtsextremer Einflussnahme zeigen – von Diskursverschiebungen über Plattformlogiken bis hin zu symbolischen Aneignungsstrategien – sowie daraus abgeleitete Handlungsoptionen für Kultur, Medien und Institutionen.
Ziel der Tagung ist es, konkrete Strategien der Resilienz zu entwickeln, Handlungsmöglichkeiten sichtbar zu machen und Akteur:innen miteinander zu vernetzen. Beide Veranstaltungstage schließen daher mit praxisorientierten Workshops, in denen zentrale Erkenntnisse vertieft und anwendungsbezogene Ansätze gemeinsam weiterentwickelt werden.
Die Veranstaltung richtet sich an Unternehmer:innen und selbständige Kreativschaffende, Kulturschaffende und Kulturinstitutionen, Vertreter:innen der Kulturverwaltung und Wirtschaftsförderung, Medienakteur:innen, Studierende sowie Akteur:innen aus Netzwerken und Verbänden, die sich mit der Rolle der Kultur- und Kreativwirtschaft in demokratischen Transformationsprozessen befassen.
Veranstaltet wird die Tagung von Dock 11 Saarland in Kooperation mit dem Netzwerk Freie Szene Saar e. V., mit Unterstützung des saarländischen Ministeriums für Wirtschaft, Innovation, Digitales und Energie, dem Ministerium für Bildung und Kultur und des Adolf-Bender-Zentrum e. V.
Anmeldung
Wir freuen uns sehr über ein großes Interesse an der Veranstaltung. Aufgrund der hohen Nachfrage werden die Ticketbestätigungen in den nächsten Tagen schrittweise versendet. Sollte eine Teilnahme aus Kapazitätsgründen nicht mehr möglich sein, wird die Anmeldung automatisch auf die Warteliste gesetzt. Ihr werdet darüber entsprechend informiert.
Bitte beachten Sie:
Der Einlass zur Veranstaltung ist nur gegen Vorlage eines gültigen Lichtbildausweises möglich.

